Magistrat der Stadt Bebra
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Anschrift und Öffnungszeiten

 

 

  
  
                         Thumbnail image Der Bürgermeister informiert  

Ziel der hessischen Dorfentwicklung ist, die Dörfer im ländlichen Raum als attraktiven und lebendigen Lebensraum zu gestalten sowie durch eine eigenständige Entwicklung die sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Potenziale vor Ort zu mobilisieren.

Mit dem Ziel der aktiven Gestaltung des demografischen Wandels sollen in den Ortskernen der ländlich geprägten Kommunen Hessens zentrale Funktionen gestärkt und eine zukunftsfähige Wohn- und Lebensqualität erhalten bzw. geschaffen werden.

Um die Vielfalt dörflicher Lebensformen, das bau- und kulturgeschichtliche Erbe sowie den individuellen Charakter der hessischen Dörfer zu erhalten, sollen die Innenentwicklung gestärkt, die Energieeffizienz gesteigert und der Flächenverbrauch verringert werden.

Der demografische und strukturelle Wandel erfordert eine nachhaltige Strategie, wie sich eine Kommune insgesamt entwickeln soll und welche Funktionen die einzelnen Stadt-/Ortsteile dabei übernehmen. Die kommunale Gesamtstrategie auf der Grundlage eines integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK) muss sich auf alle Stadt-/Ortsteile erstrecken und u.a. Aussagen darüber treffen, wie Nahversorgung und Infrastruktur längerfristig gesichert werden können. Dabei sind die Bürgermitwirkung ebenso wie der Aufbau von sozialen und kulturellen Netzwerken zur Stärkung der Daseinsvorsorge eigenständige Programmziele.

Um einen zielgerichteten Mitteleinsatz mit hohem Wirkungsgrad zu gewährleisten, werden die Fördermittel in einer begrenzten Anzahl anerkannter Förderschwerpunkte über einen in der Regel zehnjährigen Zeitraum zur Umsetzung von integrierten kommunalen Entwicklungskonzepten eingesetzt.

 

IKEK Bebra

Mit dem Programm der Dorfentwicklung bietet das Land Hessen ausgewählten Kommunen die Möglichkeit, ein integriertes kommunales Entwicklungskonzept (IKEK) zu erarbeiten und in der Folge neun Jahre lang die darin vorgesehenen Maßnahmen und Projektideen u. a. mit Hilfe von Fördermitteln umzusetzen.

Das IKEK wird unter Beteiligung der Bevölkerung aller Stadtteile erstellt. Nach den Sommerferien wurden hierzu weitere Informationen veröffentlicht, u. a. die Termine für die gemeinsamen Veranstaltungen in den Stadtteilen.

In Kürze beginnt die erste Phase der Dorfentwicklung in Bebra mit dem städtebaulichen Fachbeitrag. Die Dorfentwicklung betrifft alle dörflichen Stadtteile. Die Kernstadt wird weiterhin in der Städtebauförderung berücksichtigt. Die Dorfentwicklung wird in das integrierte kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) für die Maßnahmen im öffentlichen Bereich und den städtebaulichen Fachbeitrag für die Förderung von Baumaßnahmen im privaten Bereich untergliedert. Beauftragt wurden hierfür die Bürogemeinschaft proloco (Göttingen) und regioTrend (Gießen) sowie plusConcept aus Schwalmstadt, die nun die Dorfentwicklung für die Stadt Bebra gemeinsam vorbereiten.

Damit auch die Förderung der privaten Baumaßnahmen erfolgen kann, ist parallel zum IKEK eine Abgrenzung von Fördergebieten für jeden einzelnen Stadtteil erforderlich. Außerdem müssen die Anforderungen an die Gestaltung bei Umbauten, Sanierungen oder Neubauten in den Fördergebieten festgelegt werden. Dies geschieht durch einen sogenannten städtebaulichen Fachbeitrag. In Kürze wird daher mit einer umfangreichen städtebauliche Bestandsaufnahme begonnen. Die Mitarbeiter der Planungsbüros erfassen dabei insbesondere die Ortskerne in allen Dörfern.

Informationen erhalten Sie bei Herrn Jens Meister vom Bau- und Planungsamt der Stadt Bebra (Tel. 06622/501-151, E-Mail: bauamt@bebra.de).

 

Fördermaßnahmen

- Dorfentwicklungsplanungen und Dienstleistungen
- Lokale Basisinfrastruktur und öffentliche Daseinsvorsorge
- Umnutzung, Sanierung und Neubau im Ortskern
- Freiflächen und Ortsbild
- Städtebaulich verträglicher Rückbau

 

Grundlage

Maßnahmen der Dorfentwicklung werden in den anerkannten Förderschwerpunkten auf der Grundlage eines Integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes durchgeführt. Sie sind nach dem „Leitfaden für integrierte kommunale Entwicklungskonzepte“ zu erstellen.

Weitere Fördergrundlage ist der städtebauliche Fachbeitrag, der die Abgrenzung der örtlichen Fördergebiete für private Vorhaben sowie die Kriterien für eine ortstypische Bauweise mit entsprechenden Gestaltungsempfehlungen (auch für Neubauten) festlegt.

Fördergebiete

Seit 2012 werden nur noch Gesamtkommunen mit allen Orts-/Stadtteilen und ausnahmsweise interkommunale Kooperationen als ein Dorfentwicklungsschwerpunkt in das Förderprogramm aufgenommen. Förderschwerpunkte der Dorfentwicklung werden nur in der Förderkulisse ländlicher Raum anerkannt. Dörfer im Sinne dieser Richtlinien sind ländlich geprägte Orte:

-    In Orts-/Stadtteilen mit bis zu 2.000 Einwohnern werden grundsätzlich nur Fördergebiete der Dorfentwicklung ausgewiesen.


-    In Orts-/Stadtteilen mit 2.000-6.000 Einwohnern können sowohl Fördergebiete der Dorfentwicklung als auch Städtebaufördergebiete ausgewiesen werden. Die Fördergebiete müssen klar voneinander abgegrenzt sein und dürfen sich nicht überschneiden. Eine Doppelförderung auf der gleichen Fläche wird damit ausgeschlossen.


-    In den Kernstädten mit über 6.000 Einwohnern ist eine Projektförderung aus der Dorfentwicklung nicht möglich. Sie sind grundsätzlich dem Anwendungsbereich der Städtebauförderung zugeordnet.