Magistrat der Stadt Bebra
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Anschrift und Öffnungszeiten

 

 

  
  
                         Thumbnail image Der Bürgermeister informiert  

Landgraf Friedrich – durch Heirat zugleich schwedischer König – ließ 1732 die Friedrichshütte als Kupferschmelzanlage erbauen. Sie verfügte nach ihrer Fertigstellung in Jahr 1735 wie die schon bestehende Richelsdorfer Hütte über insgesamt drei Öfen. Es handelte sich um zwei „Krummöfen“, die zum Rohschmelzen dienten und um einen „Garherd“. Aber schon 1756 bzw. 1763 wurde ein Krummofen zu einem so genannten „Hohen Ofen“ umgebaut sowie ein weiterer neuer Hochofen angelegt, so dass nun zwei Hochöfen zum Rohschmelzen zur Verfügung standen. Der Krummofen wurde dazu benutzt, den durch das Rohschmelzen entstehenden Kupferstein in Schwarzkupfer und Spurstein zu trennen. Der Garherd, mit dem das Kupfer in seiner reinsten Form aus Spursteinen und dem Schwarzkupfer hergestellt wurde, blieb unverändert.

Der damalige Produktionsablauf ist in Kürze so zu beschreiben:

Der gewonnene Kupferschiefer wurde zunächst auf offenen Feuern „geröstet“, um vorhandene Unreinheiten – wie z.B. Schwefel – zu beseitigen sowie sein Volumen zu reduzieren. Dieser Vorgang dauert ca. 5 Wochen. Anschließend erfolgte in den Hochöfen das Rohschmelzen. Der hierbei gewonnene Kupferstein wurde dann in den gemauerten Röststätten nochmals 6 bis 7 Mal geröstet. Hierauf erfolgte in den Krummofen die Trennung nach Schwarzkupfer und Spursteinen. Den Abschluss bildete das „Garmachen“, die Herstellung des Endproduktes.

Im Jahr 1787 wurden auf der Friedrichshütte 1.000 Zentner Kupfer hergestellt, die einen Kauferlös von ca. 30.000 Reichstalern erbrachten. Als Rohmaterial wurden hierfür 48.000 Zentner Kupferschiefer sowie 25.000 Klafter Holz und 750 Fuder Kohlen verarbeitet. (1 Klafter = 3,39 m³, 1 Fuder = 3,12 m³). Der Reingewinn des Werkes betrug laut Lager-, Stück- und Steuerbuch der Gemeinde Iba von 1781 14.000 Reichstaler – im Vergleich zu den Baukosten von 9.451 Reichstalern ein beachtlicher Gewinn. Damals waren auf der Friedrichshütte direkt 20 Personen beschäftigt. Hinzu kamen die über 600 Bergleute in den 20 Schächten des Werkes sowie die nicht unbeachtliche Zahl der Bauern, die die Transporte durchführten.

Die Brüder Grimm verweilten häufiger auf der Friedrichshütte. Besonders Wilhelm Grimm hielt sich oft längere Zeit mit seiner Frau Dortchen in der Hütte bei seinem Bekannten, dem Bergrat Friedrich Karl von Fulda, auf. So entstand hier das bekannte Grimmsche Märchen „Die klugen Leute“.


 
Gasthaus Friedrichshütte (zwischen Ronshausen und Iba)

     

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