Magistrat der Stadt Bebra
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Anschrift und Öffnungszeiten

 

 

  
  
                         Thumbnail image Der Bürgermeister informiert  

Bebraer Wanderweg B 12, B 12 A

Start: B 12/B 12 A Parkplatz Sportplatz Weiterode – Mühlwiesenweg – Heigernstraße – links bergauf Richtung „Loosberg“ – Eisenbahnlinie „Berliner Kurve“ überqueren – am Wasserhochbehälter vorbei – Loosberg, 272 m (weiter Rundblick) – Fuchsrück – Schutzhütte – weiter großer Linksbogen – Kreuzung – weiter auf dem B 12 oder dem B 12 A (siehe nachfolgend B 12 weiter und B 12 A weiter).

B 12 weiter: Jetzt rechts abbiegen – breiter Fahrweg – Großer Steinkopf, 375 m – Kreuzung „Sechs Buchen“ – B 12 spitzwinklig links abbiegen – Schoppenrück, 299 m – Heckengrund – am Breitenbach entlang – B 12 (R 10 gleicher Verlauf) – „Gut Faßdorf“ – links im Gutshofbereich (altes Gebäude) abbiegen – neue Wegführung weiter geradeaus – Waldrand entlang – trifft an der Waldecke auf den entgegenkommenden B 11B 12 rechts bergab am Kräutergarten entlang – Aussichtspunkt Schottenberg – rechts bergab auf Wiesenweg (Überlandstrommast) zum Asphaltweg – links zur Heiertalbrücke – Brücke unterqueren – geradeaus – Mühlwiesenweg – Parkplatz Sportplatz Weiterode, Ausgangspunkt.

B 12 A weiter: Jetzt links abbiegen – Hagelsrücken – Hagelsberghütte – Fahrweg bis zur Waldecke – trifft auf den entgegenkommenden B 11  - wieder B 12 – rechts bergab am Kräutergarten entlang – Aussichtspunkt Schottenberg – rechts bergab auf Wiesenweg (Überlandstrommast) zum Asphaltweg – links zur Heiertalbrücke – Brücke unterqueren – Mühlwiesenweg – Parkplatz Sportplatz Weiterode, Ausgangspunkt.

Wanderstrecke B 12: ca. 11,5 km

Wanderstrecke B 12 A: ca. 7,5 km

Weiterode: Wüstungen (verlassene Siedlungen) wurden in der Gemarkung Weiterode unter den Namen Erdhausen, Heigern, Rudolferode und Stockhausen genannt. Die Namen erscheinen teilweise noch in heutigen Flur- und Straßennamen. In der Zeit von 1200 bis 1500 wurden viele Ortschaften zu Wüstungen. Die Ursachen sind nicht genau bekannt. Vermutet werden ungünstige Bodenverhältnisse, klimatische Auswirkungen, verkehrsbedingte Gründe in Bezug auf Durchgangstraßen, Fehden, Seuchen, Notzeiten, Wildschäden, Waldpolitik der hessischen Landgrafen usw.

Das Jagdschloss Friedewald war ein beliebter Treffpunkt der hessischen Landgrafen für große Jagden im Seulingswald. Um Beeinträchtigungen ihrer Jagden zu vermeiden, wurden Rodungsverbote und ein Verbot, den Weg durch den Seulingswald zu den Leipziger und Frankfurter Messen zu benutzen, ausgesprochen. Wer sich nicht daran hielt, musste mit hohen Strafen und Gewalt rechnen.

B12 Wanderweg

Die Wüstung Erdhausen lag im Dreieck, wo der Ibabach in den Ulfebach mündet, am „Erkshäuserberg“ zwischen Weiterode und Ronshausen etwa wo sich heute das „Hotel und Restaurant Sonnenblick“ befindet. Erdhausen wird im „Rotenburger Salbuch“ von 1579 „wüst“ bezeichnet. Eine alte Straße soll hier bergauf über die Höhenzüge nach Gerstungen geführt haben. Die Täler waren wegen wegen Unwegbarkeit oder Versumpfung großenteils schwierig passierbar und wurden wegen schlechterer Feindbeobachtung gemieden; die war auf den Höhenwegen besser. Die erwähnten Straßen waren natürlich mit den alten Handelsstraßen, die über Bebra weiterführten, verbunden.

Die Wüstung Rudolferode befand sich zwischen Weiterode und Ronshausen am Weg zum „Gut Faßdorf“. Es soll eine „Weiße Kirche“ hier gegeben haben. Besitzer des Dorfes Rudolferode waren 1333 die Grafen von Ziegenhain. Weitere wechselnde Besitzer waren die von Trott, von Baumbach, von Gilsa und von Berlepsch. 1353 wurde Rudolferode noch ausdrücklich als Dorf erwähnt. Es wird allerdings berichtet, dass der Ort wahrscheinlich 1512 „wüst“ war.

Die Wüstung Heigern war im Heigerbachtal, das man nach der Unterquerung der Heiertalbrücke vom Ort Weiterode erreicht. Es wird berichtet, dass 1376 die Burg und ein Hof vor dem Kirchhof im hessischen Lehen derer von Rotenburg waren. 1756 werden in einer Flurkarte die Bezeichnungen „Der Burgrein“ und 1882 „Burgrain“ und „Burgkopf“ genannt. Weitere Angaben über die Burg sind nicht vorhanden.

Es wird vermutet, dass die Straße Hersfeld – Bebra hier verlief. 1782 wird die „alte Post- und Landstraße“ erwähnt. Sie führte von Rotenburg nach Friedewald und bestand wahrscheinlich schon viel früher als Höhenstraße.

B12 Wanderweg

Die Wüstung Stockhausen lag im Stockhäuser Grund westlich des Loosberges. Der Bebraer Wanderweg B 13 (wird als nächster beschrieben) verläuft nach der Unterquerung der Heiertal-Eisenbahnbrücke ein kurzes Stück am Beginn des Stockhäuser Grundes, bevor er bergauf Richtung „Geltkopf, 301 m, mit „Meißnerblick“ führt. 1463 wird Stockhausen als „Stoghusen die wustenung“ in den Spangenberger Amtsrechnungen erwähnt. Im Friedewalder Salbuch lautet die Eintragung über den Flurnamen von Weiterode: „Stockhausen ist ein klein greblein und leuft von Witterode nicht ferne ins Holz“.

Alte Wege und Straßen hatten wegen der günstigen Lage des Bebraer Beckens mit der Fulda und den sternförmig angeschlossenen Tälern und Höhenzügen schon in früher Zeit große Bedeutung. Das Gebiet im mittleren Fuldatal galt als „Typisches Übergangsland“ zwischen dem Rhein-Main-Gebiet, Innerthüringen und Norddeutschland. Es gab Siedlungszentren, die durch Höhenwege verbunden waren. Aus diesen frühen Zeiten ist eine Straße bekannt, die vom Main über Fulda und Hersfeld auf der rechten Fuldaseite über den „Meckbacher Pfad“ in der Nähe von Weiterode das „Fuldaknie“ bei Bebra erreichte.

Eine sehr wichtige Straße für den Holztransport zwischen dem Fuldatal und dem Werratal war die „Flößholzstraße“. Sie endete im Mittelalter in der Nähe der Ulfemündung in die Fulda. Die „Flößergilde“ aus Wernshausen in Thüringen beförderte das Holz bis Dankmarshausen auf der Werra. Mit Pferdefuhrwerken wurde das Holz über die Hönebacher Höhe bis zum „Fuldaknie“ gefahren und auf der Fulda zu Floßen zusammengestellt und auf dem Wasserweg nach Norden transportiert. Vermutlich wurden die Holztransporte auch von Weiteröder Fuhrleuten durchgeführt. Der Soldat Jakob Almeroth schrieb 1849 aus Kassel an seine Eltern, dass er seinen Brief den Flößern mitgeben wolle. Von Fuhrleuten aus Iba ist bekannt, dass sie „…Scheittefuhr ahn die Werra thun…“.

Weitere Informationen siehe „Chronik – 900 Jahre Weiterode“, Festschriften der jährlichen Kirmesfeste, „Weiterode vorgestern, gestern und heute“, „Bebra und seine Staddteile bildschön“, „Bebra, Chronik einer Stadt“ Teil 2, in „Rund um den Alheimer“.

Und nun: „Auf, auf, ihr Wandersleut, auf Bebras Wanderwegen!“