Magistrat der Stadt Bebra
Rathausmarkt 1, 36179 Bebra
Telefon: (0 66 22) 501-0, Telefax: (0 66 22) 501-200


Sprechzeiten

Montag - Freitag: von 08:00 - 12:00 Uhr
Montag: von 14:00 - 17:30 Uhr
Donnerstag: von 14:00 - 17:00 Uhr

 

 

Anschrift und Öffnungszeiten

     
 
                           

Städtebauliches Bund-Länder-Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ (ehem. Soziale Stadt) als Baustein der integrierten städtebaulichen Entwicklung der Stadt Bebra


Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept, Band 1 Konzept (Seite 1-52)

Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept, Band 1 Konzept (Seite 53-108)

Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept, Band 1 Konzept (Seite 109-162)

Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept, Band 2 Maßnahmen (Seite 1-62)

Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept, Band 2 Maßnahmen (Seite 63-112)

Geltungsbereich

Erläuterungen zum Geltungsbereich

Erläuterung zur Genehmigung

Maßnahmen

Defizitplan


Das Städtebauförderungsprogramm "Sozialer Zusammenhalt" (ehem. Soziale Stadt) ist ein wichtiges Instrument der aktuellen Stadtentwicklung des ländlichen Mittelzentrums Bebra. Es richtet seine Aufmerksamkeit auf die Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und strukturschwacher Stadtteile wie der ehemaligen Eisenbahner-Siedlung „Göttinger Bogen“ sowie dem Stadtquartier „Stadteingang Nord“, des historischen Ortskernes und des Rathausumfeldes der Kernstadt von Bebra.

Städtebauliche Investitionen in das Wohnumfeld, in die Infrastrukturausstattung und in die Qualität des Wohnens gehören zum Maßnahmenkonzept der Stadtentwicklung Bebra und sollen für mehr Generationengerechtigkeit sowie Familienfreundlichkeit im Quartier sorgen und die Chancen der dort Lebenden auf Teilhabe und Integration verbessern.

Ziel ist es vor allem, lebendige Nachbarschaften in den innerstädtischen Quartieren zu befördern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) Bebras als wichtiges Kernelement des Programms bringt alle Akteure und Ressourcen im Quartier zusammen. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bringt neue Ideen, bessere Ergebnisse und erhöht die Akzeptanz von Baumaßnahmen.

Die Siedlungsbereiche „Göttinger Bogen und nordwestliche Kernstadt Bebra“ sind seit 2018 Teil des Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“. Dieses Förderprogramm fördert Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf und geht dabei auf die jeweiligen Besonderheiten der Quartiere ein. Um genau diese Besonderheiten im Göttinger Bogen und der nordwestlichen Kernstadt herauszuarbeiten und um festzustellen, wo ein besonderer Handlungsbedarf besteht, musste zunächst ein so genanntes Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erarbeitet werden.

Das ISEK ist Fördervoraussetzung für die Beantragung von Städtebaufördermitteln im Bund-Länder-Förderprogramm. In den nächsten Jahren besteht damit die Möglichkeit, die Wohn- und Lebensverhältnisse im Quartier „Göttinger Bogen und nordwestliche Kernstadt“ nachhaltig zu verbessern. Die Förderperiode erstreckt sich von 2018 bis 2028. Die Erarbeitung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts erfolgte mit umfangreicher Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Bebras in Zusammenarbeit mit dem beauftragten Planungsbüro NH-ProjektStadt aus Kassel.

Die aktuelle Stadtentwicklung konzentrierte sich in Bebra im Wesentlichen auf Familien mit Kindern (Kitas, Jugendsozialarbeit in Schulen und in der offenen Jugendarbeit) sowie die Schaffung von seniorengerechtem Wohnraum in den Wohnquartieren der Kernstadt.

Auf Basis der Ergebnisse im Rahmen der Analyse im Auditverfahren familiengerechte Kommune und der damit verbundenen Diskussion wurden auch weiterhin Familien mit Kindern, aber auch Gemeinschaften mehrerer Generationen, bspw. im Zusammenhang der besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf und im Miteinander der Generationen als Zielgruppen der Familienpolitik Bebras definiert.

 

Das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ (ehem. Soziale Stadt) beinhalte die städtebauliche Aufwertung von Stadtteilen, Stärkung des sozialen Zusammenhalts sowie der Förderung lebendiger Nachbarschaften

  • Programmaufnahme im Jahr 2018
  • Laufzeit des Förderprogramms: 10 Jahre
  • Voraussetzung = Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK), dass als roter Faden dient

Das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ (ehem. Soziale Stadt)

Was wird gefördert?

  • Wohnen und Wohnumfeld
  • Städtebauliche Stabilisierung und Entwicklung
  • Soziale Infrastruktur, Bildung und nachbarschaftliches Zusammenleben
  • Umwelt, Gesundheit, Mobilität und Verkehr
  • Stadtteilimage und Öffentlichkeitsarbeit, Verfügungsfonds
  • Kultur, Freizeit und Sport
  • Lokale Ökonomie und Beschäftigung
  • Quartiersmanagement

Ergebnisse – Handlungsfelder

I - Soziale und kulturelle Einrichtungen

II - Nahmobilität und Verkehr

III - Freiraum und Stadtgrün

IV - Städtebauliche Entwicklung und Wohnen

 

Leitprojekt Quartierszentrum Göttinger Bogen

• Neubau eines Quartierszentrums auf oder am Gelände der Grundschule im Göttinger Bogen

- Familienzentrum mit Beratungsangeboten, integrierte Kindertagesstätte, Stadtbibliothek

gemeinsamer Mittagstisch für beide Schulen und die Sozialen Förderstätten,

• Freiflächenqualifizierung

– Entwicklung differenzierter Bewegungsflächen

– Entsiegelung des asphaltierten Schulhofes

– (Teil-) Öffnung der Spiel- und Freiflächen für die Kinder des Quartiers

• Verkehrliche Begleitmaßnahmen / Leuchtturmprojekt

- Schüler Bring- und Holverkehr lenken (Kiss-and-Ride Parkplatz)

- Schulwegekonzeption mit breit angelegter Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit,

um die Schulkinder „sicher zu Fuß“ in die Schule zu führen

 

Bebra – Grünzug

• Renaturierung der Bebra und Schaffung von Zugangsmöglichkeiten zum Wasser

• Aufwertung der linearen Grünstruktur entlang der Bebra

• Aufwertung bzw. Optimierung der Wegeführung für Fuß- und Radverkehr

• Erneuerung der Fußgängerbrücken über die Bebra

 

Öffentliche Freiflächen

• Quartierspark Grimmelsbergstraße

- Neuordnung von Spielplatz und Grimmelsbergstraße zu einem

Quartierspark für alle Generationen

- durchgrünte Aufenthaltszonen, Spazierwege, verschiedene

Spielbereiche

 

• Aufwertung der „August-Wilhelm-Mende-Anlage“

- Attraktivierung der Aufenthalts-, Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten

(inklusiver Spielplatz)

- Zugang zum Wasser, Verbesserung Biodiversität, außerschulischer

Lernort, barrierefreie (Rund-) Wege

 

• Neuordnung der kommunalen Kleingartenanlage an der Heidau

- Neuordnung Wege, Parzellen, öffentlich nutzbare Flächen

- Anlage von betreuten Gemeinschaftsgärten

- Umbau Birkenwäldchen zu Fahrrad-Crossstrecke, Skaterbahn o.ä.

 

• Aufwertung des Parks am Alten Rathaus

- Aufwertung als Teil der denkmalgeschützten Gesamtanlage

- Neuordnung Stellplätze und Fußwege, Querungshilfen,

- bessere Verbindung zur Bebra und dem Weg „Am Steg“

 

• Grüne Eingänge

- Optimierung und Attraktivierung der grünen Eingänge

in die öffentlichen Grünflächen

- im öffentlichen Bewusstsein verankern und positiv besetzen

z.B. durch Blühstreifen

 

Modellprojekt Nahmobilität

• Tunnel und Bahnüberwege

- Qualifizierung und Ausbau aller Fußgängertunnel

Göttinger Straße, Annastraße (Bünberg), Heidau

- Beleuchtung der Tunnel (Innen und Außen),

großzügige Aufweitung der Eingangsbereiche

- Verbesserung der lichten Höhe der Unterführung Lindenallee,

Ausbau der Unterführung am Bünberg / Blücherstraße

- Fußgänger- und radgerechter Umbau Kasseler Straße

Höhe Heidau Tunnel und Heidaustraße ab Alheimer Weg bis zur B83

 

• Qualifizierung des Aufgangs Mühlenstraße

zur Eisenbahnbrücke Gilfershäuserstraße

• Fußgängergerechter Umbau und Verbesserung

der Querungsmöglichkeiten Mühlenstraße / Lindenallee

• Sicherung der Fußgängerbrücke zum Friedhof

• Ausbau des Radwegenetzes

zwischen den Quartieren für die Alltagsrouten

 

Soziale Vernetzung / Stärkung des sozialen Miteinanders

• Angebote zur Stärkung der Identifikation mit dem Quartier

mit Hilfe des Quartiersmanagements

- Geschichtswerkstatt

- Stadtteil-Logo-Wettbewerb

- Müllsammelaktionen

- Zusammenarbeit mit Künstler*innen – Kunst im Quartier

 

• Umbau / Anbau des bestehenden Diakonischen Zentrums

• Unterbringung verschiedener sozialer Gemeinbedarfseinrichtungen

in einem zu reaktivierenden leerstehenden Gebäude

- Stadtteilbüro

- Generationentreffpunkt

- Freiwilligenzentrum

- Diakonisches Zentrum (alternativ zum Umbau)

 

Vernetzung der Stadtmitte

• Umgestaltung Rathausmarkt

- zentraler Treffpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität

- Barrierefreiheit auf dem Platz und den Zuwegungen

- Ertüchtigung für Veranstaltungen und Marktstände

 

• Amalienstraße

- Neuordnung Stellplatzsituation

- Verbesserung Aufenthaltsqualität

- Anreize zur Erhöhung der Nutzungsvielfalt

 

• Obere Nürnberger Straße

- Umbau und Aufwertung

 

• Aufwertung der Lindenallee

- Verbesserung der Fußwegeverbindung zwischen Nürnberger Straße und

Lindenallee

- Bepflanzung der Lindenallee nach historischem Vorbild

- adäquater Stadteingang zum be!

 

• Schaffung eines direkten Fußweges zwischen den

Handelseinrichtungen tegut und be! sowie Aldi

• Nachbesserung der Barrierefreiheit im Bereich Pfarrstraße / Lindenplatz

 

• Schaffung einer barrierefreien Wegeverbindung zwischen dem AWO

Seniorenzentrum und dem Rathaus über den Lindenplatz nebst rückwertiger

Erschließung des Rathausmarktes

 

Attraktivierung des Wohnstandorts

• Wohnumfeldverbesserung Eisenbahnersiedlung

- Einhausung Müllplätze

- Stellplätze auf Privat-Grundstücken

- Beleuchtung, Wege, Kleinkindspielbereiche, Eingänge

- Nachverdichtung mit modernem Wohnungsbau

 

• Verbesserung der Verkehrsverhältnisse

(Kasseler Straße, Rotenburger Straße)

- Reduzierung Querschnitt

- Barrierefreiheit, fuß- und radfreundlicher Umbau

- Reduzierung LKW-Verkehr

 

Nächste Schritte – Startphase (09.2020 – 10.2021)

  • Ausschreibung Förderprogramm- und Quartiersmanagement
  • von Veröffentlichung Ausschreibung bis Start: 4 Monate!
  • Lokale Partnerschaft gründen
  • Steuerungsrunde intern / extern (Jour fixe monatlich)
  • Vorbereitung der Maßnahmen für Programmantrag 2021

Durchführungsphase ab 03.2021

  • Jährlicher Programmantrag: Maßnahmen konkretisieren
  • Internetauftritt: Informations- und Beteiligungsplattform
  • „Planungsphase“ ca. 2 Jahre: Vorbereitende Planungen (Bürger)
  • Startermaßnahmen definieren und vorbereiten (Lopa, Ausschüsse) Jährlicher Programmantrag: Maßnahmen konkretisieren
  • Internetauftritt: Informations- und Beteiligungsplattform
  • „Planungsphase“ ca. 2 Jahre: Vorbereitende Planungen (Bürger)
  • Startermaßnahmen definieren und vorbereiten (Lopa, Ausschüsse)

Bauphase ab 2022

  • Soziale Stadt Bebra – Ausschüsse 01.09.2020
  • Erste Startermaßnahmen umsetzen, z.B. Spielplatz
  • Mehrjährige Großprojekte, z.B. Familienzentrum
  • Fördermittelakquise
  • Zuschüsse bis 2028, Schlussabrechnung bis 2032

Die TOP 10 der ISEK-Maßnahmen

  • Neubau Quartierszentrum mit Familienzentrum, Mensa, Kita,…
  • Freiflächen Brüder-Grimm-Schule
  • Aufwertung und Umgestaltung Rotenburger Straße
  • Schulwegkonzeption: Kiss+Ride Göttinger Str./ sichere Luisenstraße
  • Aufwertung Grünzug Bebra-Bach
  • Verbesserung der Rad- und Fußwegeverbindungen
  • Umgestaltung Rathausmarkt
  • Lindenallee aufwerten und wieder zur Allee machen
  • Bessere Zugänglichkeit und Aufwertung Stadtpark
  • Verbesserung Kreuzungsbereich Karlstraße/ Am Steg/ Lindenallee und
  • Aufwertung Park Am Alten Rathaus

Mit der ressortübergreifenden Strategie „Sozialer Zusammenhalt - Nachbarschaften stärken, Miteinander im Quartier" können die Stadtteile „Göttinger Bogen“ und die „Nordwestliche Kernstadt Bebra“ mit hohen Integrationsanforderungen gezielter unterstützt werden, indem Fördermittel anderer Ressorts vor Ort gebündelt und besser aufeinander abgestimmt werden. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass sich die komplexen Problemlagen in den benachteiligten Stadtteilen nicht allein mit Mitteln der Städtebauförderung lösen lassen. Soziale Stadtentwicklung braucht viele Partner, um integrierte Handlungsansätze zur verwirklichen. Das gilt vor allem für Maßnahmen im sozial-integrativen Bereich, die ein wichtiger Bestandteil der sozialen Stadtteilentwicklung sind. Das Programm "Sozialer Zusammenhalt" ist deshalb auf ressortübergreifende Zusammenarbeit und Bündelung mit Programmen aus anderen Politikbereichen auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene angelegt und ist ein geeignetes Instrument für die zukunftsorientierte Stadtentwicklung des gewerbegeprägten Mittelzentrums Bebra. So werden Synergieeffekte gestärkt wie Bildung, Integration, Gesundheitsförderung und Prävention, Stärkung der lokalen Ökonomie, Ausbildung und Beschäftigung und unterstützt nachhaltig die interkommunale Zusammenarbeit der ZuBRA im Mittleren Fuldatal des Landkreises Hersfeld-Rotenburg.


Ansprechpartner:
ProjektStadt, Nassauische Heimstätte/Wohnstadt
Dipl.-Ing. Dominikus-Hyazinth Stein

Telefon:   0561 1001-1347
Fax:   0561 1001-1400
E-Mail: Dominikus-Hyazinth.Stein@nh-projektstadt.de

Ansprechpartner:

Magistrat der Stadt Bebra
Herr Patrick Schuster
Rathausmarkt 1
36179 Bebra

Telefon: (0 66 22) 501-150
Fax: (0 66 22) 501-160
E-Mail: bauamt@bebra.de

Ansprechpartner:
Stadtentwicklung Bebra GmbH
Herr Stefan Pruschwitz
Rathausmarkt 1
36179 Bebra

Telefon: (0 66 22) 501-222
Fax: (0 66 22) 501-160
E-Mail: seb@bebra.de